Immer wieder mal kontaktieren mich Menschen, die schreiben und eine Entscheidung treffen wollen, Entscheidungen wie

  • Wie soll ich weiterverfahren?
  • Wie geht das mit einer Veröffentlichung?
  • Schreibe ich für ein bestimmtes Projekt gut genug?
  • Wie kann ich mich im Schreiben organisieren?

Ich biete dann ein Treffen oder ein Telefonat, auch per Skype, an, um mir erst einmal anzuhören, worum es geht. Wenn es nicht gerade darum geht, einen Text zu lesen, zu korrigieren oder ein wenig Handwerkszeug in Form einer Eins-zu-Eins-Schreibwerkstatt zu vermitteln, reicht für Entscheidungen oder Erkenntnisse meist ein Gespräch von etwa einer Stunde. Meine Gesprächspartnerinnen oder –partner sind dann wieder so mit Eindrücken und „Aha!“s voll, dass sie das nächste halbe Jahr damit beschäftigt sind. Entweder mit dem Schreiben oder dem Veröffentlichen.

Was mache ich bei einem solchen Gespräch?

Ich bin eigentlich nur Zuhörerin. Wer etwas vorhat und um Hilfe bittet, hat in irgendeiner Form einen Plan, mag er noch so diffus sein. Diesen Plan muss man dann mir unterbreiten. Ihn ausformulieren, argumentieren, erklären. Abklopfen und sicher gegen Einwände machen. Da ich jemand bin, mit dem mein Gegenüber meist nicht mehr zu tun hat als dieses Gespräch zu führen, werde ich als neutral empfunden und kann Denkanstöße geben oder auf Denkfehler oder Lücken hinweisen. Jemand, der aus dem Freundes- oder Familienkreis stammt, ist hier denkbar ungeeignet, denn wenn aus diesen Umgebungen etwas gesagt wird, das im ersten Augenblick negativ erscheint, wird das schnell als persönliche Kritik empfunden und dieses Gespräch bringt nicht das, was sich der Autor oder die Autorin erwünscht, nämlich Klarheit in die Einstellung und das weitere Vorgehen zu bekommen.

Nach einiger Zeit melde ich mich nochmals bei meinen Gesprächspartnern. Um mal zu sehen, was es gibt, wie es weitergegangen ist, ob das, was geplant war, auch erreicht wurde. Manchmal hat dann doch der innere Schweinehund gesiegt. Das muss man akzeptieren. Und ihn vielleicht ein wenig anpieksen, damit er sich vom Acker macht. Aber viele sind entweder dabei, ihre Pläne auszuführen oder haben nochmals Gesprächsbedarf.

Natürlich verlange ich für diese Dienstleistung einen Obolus. Dafür erhalten meine Kunden Informationen, eine fachliche ehrliche Meinung und Hilfestellungen zu ihren Projekten, sodass sie eigenständig weiterkommen. Ich kann es wohl auch als freundlichen Schubs auf dem weiteren Autorenweg bezeichnen.

Photo by Andrew C. from FreeImages

Veröffentlicht von Anne Haase

Dozentin in der Erwachsenenbildung, breit gefächert mit Schreibwerkstätten, Kursen zu Akkordgitarre für den Hausgebrauch, Begleiterin von lernenden Analphabeten. Ich mache noch mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen und ist für mein Bloggen nicht von Bedeutung.

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