Am Freitag kamen meine Crash-Kurs-Gitarristen zum dritten Mal. Eine Arbeitswoche Gitarre. Bis dahin hatten sie vier Akkorde kennengelernt und schon einen kleinen Schwung an Liedern.

Zur Aufwärmung wurden diese vier Akkorde gewechselt. Dabei beschränkten wir uns darauf, die Saiten einfach nach unten zu schlagen. Mit der linken Hand ordentlich die Saiten auf bestimmten Punkten herunterdrücken und gleichzeitig mit der rechten Hand etwas anderes machen ist schon beim einfachen „Schrumm-schrumm!“ schwer genug.

Das Wechseln der Akkorde zu Beginn der Stunde ist deshalb immer eine gute Sache, weil die Finger, der Körper insgesamt, der Kopf und auch die Gitarre sich ein wenig einspielen können. Je mehr Akkorde bekannt sind, desto mehr Varianten gibt es. Mit der Zeit wechselt man von jedem Akkord zu jedem anderen und übt damit auch die Wege, die die Finger über dem Griffbrett zurücklegen müssen, um möglichst schnell zum nächsten Punkt zu kommen. Dazu kommen bei weiterem Fortschritt dann auch verschiedene Rhythmusschläge, die beim Wechseln immer wieder geübt werden.

Übrigens kann man das Akkordwechseln auch als recht meditative Übung zu Hause machen. Zum Beispiel indem man beginnend beim A einzeln zu allen anderen Akkorden wechselt, die man kennt, und wieder zurück zum A. Danach nimmt man einen anderen Akkord und wechselt von diesem zu jedem anderen Akkord und zurück. Das kann man erst vier Schläge lang machen, dann auf zwei Schläge halbieren, schließlich auf einen Schlag. So übt man seine Wechselgeschwindigkeit und den sicheren Wechsel von jedem auf jeden anderen Akkord.

Nun ging es in unserem Kurs um die Lieder, die mit den Akkorden A-, E-, D-Dur und E-Moll gespielt werden können. Unter anderen haben wir Lady in Black von Urah Heep mit e-Moll und D-Dur und Anne Kaffeekanne von Fredrik Vahle mit A-, E- und D-Dur gespielt.

Und damit ist es klar: Die Dame in Schwarz und das kleine emanzipierte Mädchen sind Lieder, die auch schon Anfänger auf der Gitarre wunderbar spielen können.

Am Montag geht es mit der vierten Stunde, weiteren Liedern und dem Transponieren weiter. Denn kann man die Akkorde A-, E-, D-Dur und E-Moll spielen, kann man sehr viele Lieder mit lediglich drei Griffen spielen, auch wenn es C-, F- und G-Dur sind!

Photo by Philippe Ramakers from FreeImages

Veröffentlicht von Anne Haase

Dozentin in der Erwachsenenbildung, breit gefächert mit Schreibwerkstätten, Kursen zu Akkordgitarre für den Hausgebrauch, Begleiterin von lernenden Analphabeten. Ich mache noch mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen und ist für mein Bloggen nicht von Bedeutung.

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