Die Teilnehmer des Gitarrenkurses waren eigentlich guter Dinge, als sie an diesem Freitagabend ihre Gitarren auspackten. Der Wechsel von E-Dur nach A-Moll war leicht zu bewältigen. Hat man die Finger auf den Saiten und den Bünden des einen Griffes, ist es einfach, mit allen Fingern um eine Saite auf den anderen Griff zu rutschen. Als es dann aber darum ging, von dem A-Moll auf das C-Dur zu kommen und dafür den Ringfinger vorzuschieben, schlich sich wieder leichte Verzweiflung in die Gruppe. Mit e-Moll und C-Dur spielten wir dann „Eleanor Rigby“ – schade, dass vielen dieses Lied der Beatles kaum noch bekannt ist. Es ist ein schönes Lied, um diesen Wechsel und das C-Dur zu üben. “

Wussten Sie schon, dass es (außer dem Anfängergriff mit nur einem Finger) vier Möglichkeiten gibt, den Akkord G-Dur zu greifen? Dazu kommt noch das G7 in zwei Varianten. Für jede Möglichkeit gibt es einen guten Grund, und für alle gibt es genauso einen Grund, einen anderen Griff zu wählen. Meine Teilnehmer waren zunächst von dieser Auswahl etwas überfordert, machten sich dann aber munter daran, sich „ihr“ G-Dur auszusuchen. Danach wechselten wir zwischen G- und D-Dur und endeten mit der „Vogelhochzeit“.

Ach ja, und um nicht alle Hoffnungen fahren lassen zu müssen, habe ich noch das Lied „Wie schön, dass du geboren bist“ angeboten. Und auch wenn es trotz den drei schon gekonnten Akkorden E-, A- und D-Dur nicht das schwierigste Lied ist, sind die Wechsel darin doch teilweise sehr schnell und „tückisch“.

All die Schwierigkeiten haben die Teilnehmer dazu bewogen, nach einem Folgekurs zu fragen. Schließlich haben wir nur noch zwei Stunden, und da möchten sie nun wissen, wie es weitergeht.

Nun ja: Erst einmal am Montag damit, C und G in die schon bekannten Wechselabläufe einzubauen.

Photo by Ayhan YILDIZ from FreeImages

Veröffentlicht von Anne Haase

Dozentin in der Erwachsenenbildung, breit gefächert mit Schreibwerkstätten, Kursen zu Akkordgitarre für den Hausgebrauch, Begleiterin von lernenden Analphabeten. Ich mache noch mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen und ist für mein Bloggen nicht von Bedeutung.

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