Vom 1. bis zum 3. November durfte ich nach Wolfenbüttel in die Bundesakademie für kulturelle Bildung zu einem Schreibseminar fahren. Dozenten waren Kathrin Lange und Klaus N. Frick sowie Olaf Kutzmutz.

Das Thema war „Weltenbau in Horror, Science Fiction und Fantasy. Neben Teilnehmern, die ich schon aus vorherigen Seminaren – und auch denen mit Thema SF und Fantasy – kannte, waren auch einige neue Gesichter dabei. Insgesamt waren wir sechzehn Teilnehmer.

Im Vorfeld hatte jede/r einen acht normseitigen Text eingereicht sowie ein kurzes Exposé zu seinem Romanprojekt. Bei dem Romanprojekt sollte besonderes Augenmerk auf den Weltenbau gelegt werden.

Der zeitliche Ablauf ist fast immer gleich. Ich habe ihn bereits in einem Blogeintrag geschildert.

Die Texte aus dem Skript waren interessant zu lesen, zumal ich hier auch die Gelegenheit hatte, mal bei anderen reinzuschnuppern, wie sie ihre Welten bauen, worauf sie Wert legen, was sie vielleicht völlig anders machen, was ich vielleicht auch einmal ausprobieren möchte. In der Schreibwerkstatt ging es nach der üblichen Vorstellungsrunde zunächst in die Weltenbau-Theorie und Kathrin lange hielt einen Vortrag über die Möglichkeiten. Es ging auch um Veröffentlichung, darüber, was gerade von den Verlagen an Themen gesucht wird, aber auch, was verbrannt ist. Klaus N. Frick ergänzte und erzählte aus seiner eigenen Praxis; Kathrin Lange ist Autorin, war aber auch Buchhändlerin und ist auch in einem Buchverlag tätig, Klaus N. Frick ist Programmleiter für Perry Rhodan und auch Autor.

Am Samstag ging es den ganzen Tag um die eingereichten Texte. Jeder Text bekam 20 Minuten, in denen intensiv über ihn gesprochen wurde. Die meisten Texte hatten doch noch erhebliches Nachbesserungspotential, meiner nicht ausgenommen. Nach dem ersten Schreck darüber war es aber auch wieder gut, über andere Texte zu sprechen und gemeinsam zu überlegen, was man anders oder besser machen konnte. Am Abend gegen 9 Uhr waren wir alle sehr platt und hörten gerne noch eine halbe Stunde aun, was uns Kathrin und Klaus aus der Praxis erzählten.

Am Sonntag hatten wir noch Zeit, um uns ein Bild von Jakub Różalski anzuschauen und dazu einen Text in dreißig Minuten zu schreiben, der unseren Weltenbau zu diesem Bild deutlich machen sollte. Alle schrieben fleißig, jede/r hatte nach der halben Stunde einen Text, der zwar häufig noch Werkstattcharakter hatte, aber die jeweilige Welt eindringlich zeigte und Gesprächsstoff lieferte. Leider war die Vorlese- einschließlich Besprechungszeit auf fünf Minuten begrenzt. Nach einer schon anstrengenden Runde waren dann alle froh, dass wir unser Pensum geschafft hatten, wenn auch einige bestimmt gerne weitergemacht hätten.

Zu dem Seminar hat auch Klaus N. Frick hier gebloggt. Das Weltenbau-Wochenende hat großen Spaß gemacht. Ich fand es auch schön, den einen und die andere Protagonist/in/en wiederzutreffen sowie deren/dessen Erzeuger/in. Viele neue Eindrücke, viele Kontakte, viele Gespräche, ich freue mich auf das nächste Seminar und kann es eigentlich jedem nur abratend empfehlen: Das hat wirklich Suchtfaktor!

Photo by Frank Burgey from FreeImages

Veröffentlicht von Anne Haase

Dozentin in der Erwachsenenbildung, breit gefächert mit Schreibwerkstätten, Kursen zu Akkordgitarre für den Hausgebrauch, Begleiterin von lernenden Analphabeten. Ich mache noch mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen und ist für mein Bloggen nicht von Bedeutung.

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